
Wie verfilmt man einen Roman, der sich zu neunzig Prozent aus dem bemitleidenswerten Innenleben seiner Protagonisten zusammensetzt? Im Optimalfall, sollte festgehalten werden, gar nicht. Fühlt man sich nun doch dazu gezwungen, so ist man gut damit beraten, dieses Gefühlsleben nach außen zu stülpen – oder aber man wählt den einfachen Weg und verwandelt die mit einem eher stillen, gesetzten Humor gesegnete Vorlage in eine laute, bisweilen auch überspitzte Teen-Comedy und drückt ihr den seit einigen Jahren so beliebten Indie-Stempel samt zugehörigem Soundtrack und passendem Hauptdarsteller auf; fertig ist NICK & NORAH’S INFINITE PLAYLIST. Eventuelle rudimentäre Ähnlichkeiten mit dem Roman von Rachel Cohn und David Levithan werden wohlwollend in Kauf genommen.

