
Der freundliche Don von nebenan hat mir eine kleine Leckerei aufs Auge gedrückt, um sicher zu stellen, dass das Blog nicht komplett verhungert – gut mitgedacht. Konkret geht es, wie der Titel schon andeutet, um ein Film-Alphabet: Ein Film für jeden Buchstaben, vorzugsweise natürlich cineastische Erzeugnisse, die man auch guten Gewissens weiterempfehlen kann, und dazu vielleicht den ein oder anderen nicht ganz so bekannten, damit der geneigte Leser sich auch die ein oder andere Inspiration abholt. Gesagt, getan.
# 11:14
Fiese, etwas wirre Thrillerfarce im Episodenstil, die etwas zu sehr mit dem Vorbild Tarantino kokketiert, aber dennoch Spaß macht.
A ADAMS AEBLER (ADAMS ÄPFEL)
Priester will Neonazi bekehren. Sehr trocken, sehr lustig.
B THE BOAT THAT ROCKED
Bekannt, aber nicht genug geschätzt. Wunderbare Hommage an den Geist des Rock’n'Roll.
C CAPOTE
Philip Seymour Hoffman brilliert als Truman Capote. Nuff said.
D DESU NÔTO (DEATH NOTE)
Nicht so herausragend wie die Vorlage von Ōba / Obata, die man gelesen haben sollte.
E ENTRE LES MURS (DIE KLASSE)
Sozialrealismus aus Frankreich, dessen angesprochene Probleme auch hierzulande ein Thema sein sollten.
F THE FALL
Sehr traurige Liebeserklärung an die Phantasie.
G THE GHOST WRITER
Politthriller made in Europe, ruhig, ohne Effekthascherei und deshalb umso spannender.
H LE HÉRISSON (DIE ELEGANZ DER MADAME MICHEL)
Auch hier: An die Vorlage von Muriel Barbery reicht der Film nicht heran, ist dennoch ein sehenswertes Kleinod.
I IN THE VALLEY OF ELAH
Tommy Lee Jones sucht seinen vermissten Sohn, der jüngst aus dem Irak heimkehrte. Nahegehende, moralismusfreie Anti-Kriegs-Botschaft.
J JUNO
Okay, kennt man, aber auch nicht der angenehmste Buchstabe.
K KUNSTEN A TENKTE NEGATIVT (DIE KUNST DES NEGATIVEN DENKENS)
Querschnittsgelähmter Misanthrop unterwandert eine Selbsthilfegruppe. Skandinavisches Kino, wie es böser nicht sein kann.
L LAT DEN RÄTTE KOMMA IN (SO FINSTER DIE NACHT)
Apropos skandinavisch: Hier haben wir den definitiven Vampirfilm des Jahrzehnts, mindestens.
M MY BLUEBERRY NIGHTS
Norah Jones mag Kuchen und Jude Law. Simpel und schön.
N NOISES OFF!
Mag man oder nicht; für mich ein Stück Kindheitserinnerung: Theaterfarce mit Sir Michael Caine.

O ONCE
Kleines Budget, großes Kino und noch größerer Soundtrack.
P PARLEZ-MOI DE LA PLUIE (ERZÄHL MIR WAS VOM REGEN)
Leichtes Filmvergnügen aus Frankreich.
Q /
R REVOLVER
Psychologie-Mindfuck von Guy Ritchie. Ein ausgesprochen seltsamer Film, der mir vielleicht gerade deshalb gefällt.
S THE STATION AGENT
Ein Außenseiter flieht von der Menschheit und findet Freunde. Große Show vom frischen Emmy-Gewinner Peter Dinklage.
T TEA WITH MUSSOLINI
Ein vornehmes englisches Teekränzchen arrangiert sich mit Not und Mühe im Italien der 30er.
U THE USUAL SUSPECTS
Auch bekannt, auch ein schwieriger Buchstabe. Wer ist Kayser Soze?
V LA VITA È BELLA (DAS LEBEN IST SCHÖN)
Der wohl schönste, lebensfreudigste Film, der je über den Holocaust gedreht wurde.
W WATER
Eine Zwei-Mann-Rebellenarmee und ein britischer Gouvernor kämpfen für die Unabhängigkeit ihrer Karibikinsel. Noch mal Caine, noch mal Kindheit.
X X-MEN
Ja, sorry. Zählt aber nach wie vor zu den besseren Comicverfilmungen.
Y /
Z ZACK & MIRI MAKE A PORNO
Keiner der schlechteren Seth-Rogen-Filme; ist ja auch nicht von Apatow.


20. September 2011 um 11:38 vormittags
Immerhin bin ich nicht der einzige der bei manchen Buchstaben große Probleme hatte.
Sind ja recht viele europäische Filme dabei, gerade die skandinavischen interessieren mich jetzt doch brennend.
20. September 2011 um 12:07 nachmittags
Jepp, ich dachte mir, der Mix macht’s.
Rückblickend denke ich mir, vielleicht hätte ich noch den ein oder anderen deutschen Film mit reinquetschen können, aber sei’s drum.
20. September 2011 um 12:37 nachmittags
Interessante Mischung. Einige hab ich gesehen, von anderen noch nie gehört.
Aus Neugier hab ich jetzt mal “Filme mit Y am Anfang” gegoogelt und es gibt tatsächlich erstaunlich viele, die kennt man eben nur nicht… Man nehme beispielsweise das Meisterwerk “Yu-Gi-O”
20. September 2011 um 12:39 nachmittags
Ups… Da ist mir ein “h” abhanden gekommen… Naja, egal, Du weißt schon was ich meine
20. September 2011 um 2:05 nachmittags
Bedauerlicherweise weiß ich tatsächlich, was du meinst.
20. September 2011 um 1:35 nachmittags
Ha, freut mich, dass dir der Happen geschmeckt hat
Ist ja auch eine sehr schöne Liste bei entstanden. Schön, dass auch bei dir noch mal “The Fall” geehrt wird. Ich kann diesen Film nicht oft genug sehen. “Revolver” ist mir tatsächlich noch gar nicht vor die Flinte gelaufen (schlechter Wortwitz), aber den werde ich mir auf jeden Fall mal merken.
20. September 2011 um 2:07 nachmittags
“The Fall” kann man wohl nicht genug ehren.
“Revolver” empfehle ich dir unbedingt; allerdings bloß kein zweites “Snatch” (bzw. drittes “Lock, Stock …”) erwarten; Ritchies vierter ist dann doch was ganz anderes.
21. September 2011 um 8:15 vormittags
Zu Y wären mir noch folgende Filme eingefallen
-Young Guns
-Yol – Der Weg
-Yellow Submarine
-Young Tight Latinas 2
21. September 2011 um 9:54 vormittags
“Young Tight Latinas”? WTF?
Klingt nach ‘nem potentiellen Lieblingsfilm!
(Mir wäre außer dem letzten Woody Allen nur noch “Yojimbo” eingefallen, und gesehen habe ich keinen von denen, was immer der Don auch dazu sagen mag.
)
22. September 2011 um 9:44 vormittags
Warum wählt jeder bei J Juno?
22. September 2011 um 10:22 vormittags
Wenn du mir einen vernünftigen, weniger bekannten Film mit J nennen kannst (also, abgesehen von dem aus deiner Liste, den kenne ich nämlich nicht), nur raus damit.
24. September 2011 um 10:12 nachmittags
Was ist an meiner Liste bitteschön den auszusetzen?
25. September 2011 um 10:15 vormittags
Sage ich doch gar nicht!
Mir fiel halt nur nichts anderes Gutes mit J ein, punktum.
7. November 2011 um 6:17 nachmittags
Das stammt von mir ….